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Des Teufels
Spielwiese |
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Billy Idol ist zurück
mit einem Album, das definitiv
"rockt" |
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Zwölf Jahre
ist es her, dass der 80er Pop-Punk
sein letztes, grausam geflopptes Album
"Cyberpunk" veröffentlichte.
Dazwischen liegen mindestens zwei
Drogenüberdosen, ein beispielloser
Abstieg in die Bedeutungslosigkeit und
Anfang der 90er die Veröffentlichung
eines weiteren Best-Of-Albums, das überraschenderweise
so erfolgreich war, dass zahlreiche
Plattenfirmen auf Billy Idol zugingen
und um neues Material baten. Jetzt ist
sein neues Album "Devil's
Playground" erschienen.
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"Ich liefere
das einzige ab, was ich kann, und das
ist eine Billy-Idol-Platte", sagt
der äußerst publicityfreundliche,
von den Jahren deutlich gezeichnete
Altpunk in den unzähligen Interviews,
die derzeit den Blätterwald
überfluten. Offensichtlich hat man
sehnsüchtig auf dieses
"Billy-Idol-Album" gewartet.
Dabei ist seine eigene angebliche
Reduzierung auf einen gewissen Stil
nicht unbedingt die ganze Wahrheit:
"Devil's Playground" ist
vornehmlich eine Mischung aus jener
Musikrichtung, die der zynische
Musikkritiker seit Jahrzehnten als
"Schweinerock"
klassifiziert, und verwegenen
Country-Balladen.
Schweinerock als Jungbrunnen
Jener Schweinerock, bleibt man erst
einmal bei dieser etwas diffamierenden
Bezeichnung für etwas antiquierte,
blueslastige und laute Gitarrenmusik,
steht Idol allerdings besonders gut,
denn er wirkt für den 50-Jährigen
wie ein Jungbrunnen. Von Beginn an
hält der Sänger alle Zügel in der
Hand, geht jedoch mit den für ihn
typischen Manierismen (Elvis-Stimme,
viele "yeahs", verwegenes
Grunzen) recht sparsam um. Viel eher
entfaltet sich eine Musik, die im
Vergleich zu Idols etwas
artifiziellen, überproduzierten
Elaboraten der 80er, roh und
ungeschliffen wirkt. Dabei hat er
sogar Teile seiner alten Crew, vor
allem den Gitarristen Steve Stevens,
wieder mit an Bord. War jedoch Idol
immer mehr Image (man erinnere sich
nur an die Videos, welche die frühe
Ästhetik von MTV prägten) als Musik,
so schafft er es auf seine alten Tage,
nicht zuletzt durch drei, vier ruhige
Country-Momente, die bisweilen gar an
Johnny Cash denken lassen, erstmals
richtig zu überzeugen. |
24.03.2005 / Sascha Seiler für
Kulturzeit / hs
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