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50 Jahre alt, aber immer noch
der Rebell von früher: Billy Idol gefiel am
Samstag mit seinen Klassikern.
(Bild: Keystone)
Billy
Idol: Immer noch massig Punk im stählernen Körper
Billy Idol posierte in der
ausverkauften Maag Hall mit stählernem Körper
und Stadionrock.
Billy Idol ist zurück – mit neuem Album «Devil’s
Playground» und seinem alten Gitarristen Steve
Stevens. Dieser markierte mit Vogelnestfrisur
und kreisendem Arm den Glamrocker, während Idol
mit Chavelwasser bearbeitete Jeans und Pulli
trug – passend zum wasserstoffblonden Igeli.
Nach dem Opener «Super Overdrive» folgte «Dancing
with Myself». Idol war tatsächlich vor allem
mit sich selbst beschäftigt, tänzelte hölzern
vor den Gitarrenboxen und murmelte zwischen den
Songs Unverständliches ins Mikro. Klar verständlich
dagegen die Körpersprache. Song für Song
entledigte er sich einer Schicht, und weil Zürich
ihm schön zubrüllte, zog Idol zu «White
Wedding» auch das T-Shirt aus, reckte die Faust
und glänzte austrainiert im Schweiss. Der Hülle
haben die Drogen nicht geschadet. Idol fand
langsam ins Konzert. Die Posen sassen nun besser.
Ein Höhepunkt war, als sich Idol zu «Sweet
Sixteen» eine Gitarre umhängte. Als das
Requisit zu «To Be a Lover» am Rücken
baumelte, war Idol eine herrliche
Elvis-Imitation. Nach einem überflüssigen
Mariachigeschrummel von Stevens animierte Idol
das Publikum wieder in Bestlaune. Zum
abschliessenden «Rebel Yell» spielte Stevens
die Gitarre nochmals hinter dem Kopf, Billy
liess das nächste T-Shirt fallen und Zürich fühlte
sich «Alright». Also spielte Idol als Zugabe
«Hot in the City» und verabschiedete sich mit
einem ausufernden «Mony Mony».
Olivier Joliat
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