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Hot In The City!
Billy Idol lässt auf der Bonner Museumsmeile
nichts anbrennen - 5500 Zuschauer erleben
zweieinhalb Stunden Rock at it´s best
Respekt! Der Body eines
Einundfünfzigen sieht anders
aus. Billy Idol in Aktion.
Quelle: Marek Lieberberg,
www.mlk.com
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Bonn. (GE) Einundfünfzig!
Unglaubliche einundfünfzig Jahre ist der Mann
alt, der am Sonntagabend um kurz nach neunzehn
Uhr auf die Bühne stürmt und „Are you
ready“ in den Abend schreit. Es ist Billy
Idol, einer der wohl berühmtesten Stars des
Musikgeschäfts, der auf der Bonner Museumsmeile
vor etwa fünfeinhalb tausend Fans den Abschluß
seiner Devil´s Playground Tour 2006 für
Deutschland zelebriert. Und man merkt ihm sein
Alter wahrlich nicht an.
Denn an diesem Abend lässt Idol nichts
anbrennen, spielt in kurzer Abfolge nahezu sein
gesamtes 2001 veröffentlichtes „Greatest
Hits“-Album. Auf „Superoverdrive“,
„Dancing“ und „Flesh“ folgen „White
Wedding“, „Scream“, „Eyes Without a
Face“ und „Sweet 16“. Als es ihm in seiner
schwarzen Kluft irgendwann zu warm wird,
bereichert er die eher spärliche Bühnenshow
mit einer Präsentation seines Musterkörpers.
Respekt! Der Body eines Einundfünfzigen sieht
anders aus.
Dabei war es in den Jahren vor 2001 still um
Idol geworden, statt großer Hits produzierte
der gebürtige Engländer mit Prügeleien
Schlagzeilen. Bei einem Motorradunfall entkommt
er nur knapp dem Tod. Als ihn seine Vorgruppe
„Faith No More“ auf einer Tour live glatt an
die Wand spielt, lässt er ihnen kurzerhand
Hunderte toter Fische in die Garderobe der Band
schmeißen.
Es ist wohl diese Authentizität, die die Fans
an dem „wasserstoffgebleichten Albtraum eines
Rockers“ lieben: Der bereits leicht ergraute
Zahnarzt ebenso wie der etwa doppelt so
breitschultrige und reichlich tätowierte Biker
neben ihm. Unter der Zeltkuppel zwischen den
Museen gehören sie zu den Tausenden, die nach
„Rebell Yell“ die geballte Faust gen Himmel
recken und eine Zugabe verlangen. Idol gibt sie
nach über zwei Stunden Performance gerne und
gemeinsam brüllen sie ihre Stimmung in die
Nacht hinaus: „It´s hot in the city, hot here
in bonn – tonight!“.
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