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Heiland's Säckle! Da legt man
die neue BILLY IDOL in die Anlage ohne jede
Erwartung, eher mit wohlwollender Vorfreude -
ist ja immerhin BILLY IDOL! - und was passiert?
Die totale Überraschung! Was der alte Herr hier
mit "Devil's Playground" abliefert,
ist der absolute Hammer! Nach über zehn Jahren
das erste Studioalbum des Achtziger-Helden und
er klang nie frischer, nie rotziger, nie jünger.
Wer glaubt, BILLY IDOL im Jahre 2005 kann nur
ein peinlicher Aufguß seiner verpoppten
Punk-Evergreens der alten Zeiten sein, der hat
sich gehörig geschnitten. Klar, BILLY IDOL´s
Handschrift ist unverkennbar, seine typische
Stimme allein sorgt schon für Wiedererkennung,
aber beinahe jeder Song auf "Devil's
Playground" ist ein Rock'n'Roll Gewitter
mit sattem Punkrock-Einschlag und hat mit den
seichten Chart-Stürmern von damals nichts mehr
zu tun. Manchmal erinnert BILLY IDOL an die
neueren GLUECIFER, manchmal an alte THE CULT und
eben manchmal auch an eine schmutzigere
Variante seiner selbst! Dass "Devil's
Playground" so ein großartiges Album
geworden ist, ist sicher auch den namenhaften
Musikern zu verdanken: natürlich Steve
Stevens an der Gitarre, Brian Tichy, der mal bei
BLACK LABEL SOCIETY Drummer war, am Bass
Stephen McGrath und coolerweise Keyboarder
Derek Sherinian, ehemaliges Mitglied von DREAM
THEATER! Eine illustre Runde und die Herren
lassen es krachen! Nur der Country-Rocker
"Plastic Jesus" ist ein wenig glatt
geraten, aber das tut dem Album nicht wirklich
weh.
Ich weiss, es klingt absurd, aber von BILLY IDOL
könnte sich Mike Ness beinahe noch 'ne Scheibe
abschneiden! Good old Mike hat nach meinem
Empfinden nämlich seinen Biss verloren, BILLY
IDOL dagegen fletscht gewaltig die Zähne!
(Nasrin / 30.03.2005)
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